Standpunkte der Diakonie Deutschland

Zur Situation der sozialen Berufe aus Sicht der Diakonie Deutschland

Für die Aktionswoche „Take care! Zur Attraktivität sozialer Berufe“ haben wir neben den Statements auch Standpunkte der Diakonie Deutschland zur Situation sozialer Berufe zusammengestellt. Hier können Sie Interviews mit den sozialpolitischen Zentrumsleitungen der Diakonie Deutschland zur Situation sozialer Berufe lesen sowie ein Interview mit der Stabsstelle Berufliche Bildung und Qualifizierung, dem Diakonischen Instituts für Qualitätsentwicklung und der Stabsstelle Europa in der Diakonie Deutschland.

Interviews mit den sozialpolitischen Zentrumsleitungen der Diakonie Deutschland

Interview mit Dr. Peter Bartmann, Leitung Zentrum Gesundheit, Rehabilitation und Pflege in der Diakonie Deutschland

Für welches Zentrum stehen Sie und für welche sozialen Berufe setzen Sie sich vor allem und in welchen Handlungsfeldern ein?

Im Zentrum Gesundheit, Rehabilitation und Pflege haben wir besonders die Pflege und die Assistenz für Menschen mit Behinderungen im Blick. Wichtig sind für uns die Pflege-, Hebammen- und Heilerziehungspflegeausbildungen, aber natürlich auch die einschlägigen Studiengängen, zu denen natürlich auch die Soziale Arbeit und die Heilpädagogik gehören.  

Wie zeigt sich aus Ihrer Sicht die Situation der sozialen Berufe?

Soziale Berufe sind gefragt, bieten einen sicheren Arbeitsplatz und – in Verbindung mit lebensbegleitenden Lernen – ein breites Arbeitsgebiet für eine lange Berufsbiografie. Kritisch sind die psychischen, aber auch körperlichen Belastungen zu sehen, die zur Berufsunfähigkeit führen können. Aktuell ist in vielen Bereichen die Arbeitsverdichtung ein sehr kritischer Punkt. 

Worin liegen die Herausforderungen sozialer Berufe in der Rehabilitation und Pflege?

Aktuell sind unbesetzte Stellen oder bevorstehende Renteneintritte erfahrener Fachkräfte ein großes Problem. Es führt zur Arbeitsverdichtung. Darunter leiden die im Beruf tätigen Menschen und die Attraktivität des Berufs. Da wir auf längere Sicht mit einem knappen Angebot von Auszubildenden und Arbeitskräften rechnen müssen, steht ein Generationenwechsel an, bei dem die Aufgaben und Arbeitsprozesse, die Aufgabenverteilungen unter den Professionen verändert werden. Dabei wird IT eine wichtige Rolle spielen, die für die jüngere Generation selbstverständlich ist.

Wo stehen wir 2030?

2030 sind die skizzierten Veränderungen voll im Gang: Die Aufgabenverteilung in den Teams richtet sich nach den tatsächlichen Kompetenzen. Das führt zur Konzentration der Fachkräfte auf Aufgaben, die nur sie bewältigen können, ist aber auch eine Chance für kompetente Quereinsteigende und Assistenzkräfte. Das Personal im Gesundheits- und Sozialwesen ist viel diverser und internationaler. Der Einsatz von IT in den Kernprozessen und im Kontakt mit den Klient*innen ist weiter fortgeschritten. Soziale Berufe sind weiterhin Berufe, in denen Menschen mit Menschen arbeiten – und daraus ihre wesentliche Berufsmotivation ziehen.

Herzlichen Dank für das Interview!

Interview mit Heike Prestin, Referatsleitung Altenhilfe, Pflege, Hospiz in der Diakonie Deutschland

Für welches Referat stehen Sie und für welche sozialen Berufe setzen Sie sich vor allem und in welchen Handlungsfeldern ein?

Ich leite das Referat Altenhilfe, Pflege, Hospiz. Berufspolitisch stehen in diesem Bereich die Pflegeberufe im Vordergrund.

Wie zeigt sich aus Ihrer Sicht die Situation der Pflegeberufe?

Sorgearbeit wird in der tradierten Rollenzuschreibung vor allem von Frauen übernommen. Bis heute sind es mehrheitlich Frauen, die einen Pflegeberuf ergreifen. „Frauentypische“ Erwerbsbereiche weisen in sozioökonomischer Hinsicht im Vergleich zu den männlich dominierten Arbeitsfeldern einige Nachteile auf. So sind sogenannte „Frauenberufe“ häufig mit einem niedrigeren sozialen Status und weniger beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten verbunden. Gleichzeitig werden im konkreten Beispiel mit dem Beruf der Pflegekraft neben fachlicher Qualifikation auch außerfachliche Fähigkeiten, wie beispielsweise Empathie, Geduld und Intuition verbunden. Diese außerberuflich sozialisierten Eigenschaften werden als wesentlich für die Pflegeberufe gesehen, entsprechen aber eher dem hausarbeitsnahen Profil der Pflege als einer Profession.
Ein weiterer Faktor, der für die gesellschaftliche Niedrigstellung des Pflegeberufes relevant ist, liegt in der tradierten „Arzt-Schwester-Beziehung“ als Manifestation patriarchaler Rollenmuster. Dieses Machtverhältnis von Medizin und Pflege ist von der Überordnung ärztlicher Profession über die pflegerische Assistenzarbeit geprägt.

Worin liegen die Herausforderungen sozialer Berufe in der Altenhilfe, Pflege, Hospiz?

Die Herausforderungen für die Pflegeberufe sind riesig. Allein im letzten Jahr haben 9000 Pflegekräfte ihren Beruf verlassen. Der sogenannte „Pflexit“, das Verlassen des Pflegeberufes, ist ein Phänomen, das wir gerade schwer aufhalten können. Das müssten wir aber, weil wir Jahr für Jahr mehr Pflegekräfte brauchen, nicht weniger. Hier muss sich sowohl politisch als auch gesellschaftlich ganz dringend etwas ändern. Verschiedene Studien zeigen auf, welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit Pflegekräfte in ihren Beruf zurückkehren würden. An oberster Stelle steht hier die Wertschätzung durch Vorgesetzte.

Wo stehen wir 2030?

Das kommt darauf an, welche Schlüsse aus der Pandemie tatsächlich gezogen werden. Wir werden uns dafür einsetzen, die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. In welche Richtung sich die Gesellschaft entwickeln wird, hängt von sehr vielen Faktoren ab.

Herzlichen Dank für das Interview!

Interview mit Ingo Grastorf, Zentrum Engagement, Demokratie und Zivilgesellschaft in der Diakonie Deutschland

Für welches Zentrum stehen Sie und für welche sozialen Berufe setzen Sie sich vor allem und in welchen Handlungsfeldern ein?

Ich stehe für das Zentrum Engagement, Demokratie und Zivilgesellschaft (EDZ). In unserer Arbeit haben wir Schnittstellen zu einer großen Breite von sozialen Professionen. Das Thema Umgang mit Diskriminierungen, Stärkung von Demokratie, Vielfalt und Diversität aber auch die Förderung von Freiwilligem Engagement betrifft alle Bereiche sozialer Arbeit. Es reicht von der Kita, in der Erzieherinnen und Erzieher bereits im Bereich der Frühpädagogik und im Übergang von Kita zur Schule Kinder befähigen, sich teilhabeorientiert und diskriminierungssensibel zu entwickeln. Im Bereich der evangelischen Jugendsozialarbeit befähigen Mitarbeiter*innen verschiedener sozialer Berufe benachteiligte Jugendliche sich für ihre eignen Belange stark zu machen. Die Handlungsfelder sozialer Berufe umschließen aber auch die professionelle Begleitung von freiwillig Engagierten in den unterschiedlichen kirchlich-diakonischen Engagement-Feldern.

Wie zeigt sich aus Ihrer Sicht die Situation der sozialen Berufe? Und worin liegen die Herausforderungen sozialer Berufe?

Die Themen Demokratiestärkung, Diversitätsentwicklung, Umgang mit Diskriminierungen und Rechtsextremismus-Prävention, als zentrale Bestandteile der Arbeit im Zentrum EDZ, sind zukunftsrelevante Querschnittsthemen in allen sozialen Berufen. Gleichzeitig trifft unsere Arbeit auf eine gesellschaftliche Situation, in der die sozialen Berufe vor großen Herausforderungen stehen. Immer weitere Teile sozialer Arbeit werden durchökonomisiert und immer enger getaktet wie z.B. die Kranken- und Altenpflege. Ein Fachkräftemangel bei gleichzeitigem demografischen Wandel führt dazu, dass in sehr vielen Bereichen, Begleit- und Betreuungsschlüssel immer weiter verschoben werden, so dass die Belastung bei der/ dem einzelnen Mitarbeiter*in weiter zunimmt. Hier gilt es diese Berufszweige attraktiver zu gestalten, die Rahmenbedingungen in den sozialen Berufen bedarfsgerechter zu entwickeln und auch den Blick auf verbesserte Einkommensmöglichkeiten zu richten.

Wo stehen wir 2030?

Im Jahr 2030 werden wir einen gesellschaftlichen Diskussionsprozess durchlaufen haben, der die Frage stellte „Wie wollen wir zusammenleben?“. Vor dem Hintergrund einer immer weitere Lebensbereiche berührenden Digitalisierung haben die persönlichen Begegnungen und Kontakte eine 10 Jahre zuvor kaum mehr gespürte Wertschätzung bekommen. In diesem Zusammenhang haben auch die sozialen Berufe eine ganz neue Bedeutung erhalten. Sie gelten als Verbindungselemente des gesellschaftlichen Zusammenhaltes. Sie sind in Ansehen und Bezahlung zu attraktiven Berufszweigen geworden, da eine deutliche Mehrheit der europäischen Bevölkerung sich im Jahr 2026 für die Anerkennung und Aufwertung sämtlicher sozialer Berufe aussprach, um enorme Verwerfungen in allen Lebensbereichen nicht durchleiden zu müssen. Endlich wurde eingesehen, welch ein gesellschaftlicher Reichtum durch tagein, tagaus durch die sozialen Berufe erarbeitet wird.

Herzlichen Dank für das Interview!

Interview mit Doris Beneke, Leitung Zentrum Kinder, Jugend, Familie und Frauen in der Diakonie Deutschland

Für welches Zentrum stehen Sie und für welche sozialen Berufe setzen Sie sich vor allem und in welchen Handlungsfeldern ein?

Ich leite das Zentrum Kinder, Jugend, Familie und Frauen. Ich setze mich vor allem für den Beruf der Erzieherin/des Erziehers ein da im Zentrum KJFF die Kindertageseinrichtungen und die Hilfen zur Erziehung die größten Handlungsfelder sind in denen wir qualifizierte Fachkräfte für die Arbeit mit Kindern und Eltern benötigen.

Wie zeigt sich aus Ihrer Sicht die Situation der sozialen Berufe?

Soziale Berufe sind für sehr viele Menschen in ihrem Alltag enorm wichtig, weil sie Tätigkeiten in unserer Gesellschaft ausüben die für Frauen, Familien, Kinder und Jugendliche überlebenswichtig sind. Das beginnt bei der frühen Bildung in Kindertageseinrichtungen, die auch dafür sorgen, dass Eltern Beruf und Familie vereinbaren können. Und es setzt sich fort in allen Feldern der Kinder- und Jugendhilfe, in denen wir Kinder, Jugendliche und Familien unterstützen. Soziale Berufe tragen dazu bei, das Familien in Krisensituationen entlastet werden und das sie Beratung bekommen. Soziale Berufe sind unbedingt notwendig, um Hilfeangebote für von Gewalt betroffene Frauen anzubieten und die Rechte von Menschen in schwierigen Lebenssituationen durch Beratung zu sichern.

Leider ist diese enorme gesellschaftliche Bedeutung sozialer Berufe oft nicht im Blick, wenn es um ihren Stellenwert und ihre Bedeutung in der Gesellschaft geht. Soziale Berufe tragen dazu bei dass die Gesellschaft überleben kann!   

Worin liegen die Herausforderungen sozialer Berufe in den Tageseinrichtungen für Kinder, der Hilfen zur Erziehung und in der Beratung?

Wir benötigen für viele Bereiche mehr qualifizierte Fachkräfte als bisher. Dies wird besonders im Feld der Kindertageseinrichtungen sichtbar. Wir haben als Diakonie Deutschland mehrere Expertisen veröffentlicht in denen die Bedeutung einer guten personellen Ausstattung wissenschaftlich belegt wurde. Die reale Praxis ist leider weit hinter den wissenschaftlichen Erkenntnissen zurück. In vielen Kindertageseinrichtungen ist die personelle Ausstattung dringend verbesserungswürdig, denn die Zahl der Fachkräfte ist im Verhältnis zur Anzahl der Kinder in den Gruppen zu niedrig. Und es gibt weitere Herausforderungen. In Deutschland soll der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Schulkinder umgesetzt werden. Dafür werden zusätzliche Fachkräfte benötigt. Wir stehen vor einem enormen Fachkraftmangel in diesem Bereich und brauchen dringend eine wirksame Fachkräfteoffensive, um mehr Menschen für diesen spannenden Beruf zu gewinnen. Dabei muss auch über sach- und fachgerechte Bezahlung verhandelt werden. Denn die sozialen Berufe sind für junge Menschen häufig nicht attraktiv, weil sie im Vergleich zu anderen Berufen schlechter bezahlt werden und nicht die gesellschaftliche Anerkennung haben die sie verdienen.

Wo stehen wir 2030?

Ich hoffe sehr dass es uns bis 2030 gelungen ist, ausreichend qualifizierte und motivierte Fachkräfte in unseren Einrichtungen zu beschäftigen, die zufrieden mit ihrem beruflichen Alltag und den Herausforderungen sind. Ich habe die Vision, dass soziale Berufe 2030 an der Spitze der Wunschberufe für Schüler*innen stehen und in der gesellschaftlichen Wahrnehmung gleichrangig mit Ärzt*innen und Lehrer*innen sind.

Herzlichen Dank für das Interview!

Interview mit Paul Buckdahl, Leitung Zentrum Migration und Soziales und mit Petra Zwickert, Petra Zwickert Referatsleitung Soziales in der Diakonie Deutschland

Für welches Zentrum stehen Sie und für welche sozialen Berufe setzen Sie sich vor allem und in welchen Handlungsfeldern ein?

In den Handlungsfeldern des Zentrums Migration und Soziales sind überwiegend Sozialarbeiter*innen und Sozialpädagogen*innen beschäftigt. Etwa in der Allgemeinen Sozialarbeit der Diakonie, der Migrationsberatung, der Wohnungslosenhilfe, der Straffälligenhilfe oder in der sozialen Schuldnerberatung.

Wie zeigt sich aus Ihrer Sicht die Situation der sozialen Berufe?

Es besteht aktuell und auch zukünftig ein hoher Bedarf im Bereich der sozialen Berufe. Die Tätigkeiten von Sozialarbeiter*innen sind gesellschaftlich sinnvoll und notwendig. Die Tätigkeiten sind des Weiteren nicht oder nur sehr eingeschränkt wegrationalisierbar bzw. digitalisierbar. Der Bedarf nach Sozialarbeiter*innen und Sozial-pädagog*innen wird zukünftig noch steigen, etwa durch den wachsenden Anteil von Migrant*innen, die spezialisierte Beratung und Unterstützung brauchen,beispielsweise in der Migrationserstberatung. Um den Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken, braucht es ebenfalls mehr sozialpädagogische Fachkräfte, die als „Intermediäre“ zwischen den unterschiedlichen sozialen Milieus, Kulturen etc. vermittelnde und moderierende Arbeit leisten. Um dies zu gewährleiten, muss sich noch mehr dem Diversity-Ansatz gewidmet werden, um die interkulturelle Öffnung der Berufe und Institutionen voranzutreiben.

Worin liegen die Herausforderungen sozialer Berufe aus Ihrer Sicht hinsichtlich der Arbeitsbereiche Migration und Soziales?

Die Herausforderungen liegen zunächst in der Auseinandersetzung mit Politik, um eine bedarfsgerechte Ausstattung der Arbeitsfelder sowie eine auskömmliche personelle Aufstockung zu gewährleisten. In der sozialen Schuldnerberatung beispielsweise können mit dem vorhandenen Personal lediglich 10-15% der Überschuldeten beraten werden. Da ist die Aufgabe der Prävention für Überschuldungsgefährdete noch gar nicht mitgedacht. Attraktive Arbeitsbedingungen, faire Bezahlung, regelhafteund nachhaltige Ausstattung mit Ressourcen sind notwendig, um auch in Zukunft gutes Personal anwerben zu können. Zum zweiten geht es um eine Intensivierung der sozialanwaltschaftlichen Aufgabe, damit von Armut und sozialer Ausgrenzung bedrohte Menschen materielle und ideelle Unterstützung bekommen, die eine menschenwürdige und angemessene soziale Teilhabe ermöglicht. Die weit verbreitete Diskriminierung etwa von Migrant*innen bei der Wohnungs- und Arbeitssuche oder der alltäglich stattfindende Rassismus erfordern eine klare Haltung und ein verstärktes sozialanwaltschaftliches Engagement der Sozialarbeiter*innen. In einer Gesellschaft, in der gesellschaftliche Ungleichheit durch Ausgrenzung und Diskriminierung befeuert wird, ist eine diskriminierungssensible Fachlichkeit essenzieller Bestandteil sozialanwaltschaftlicher Tätigkeit. Zum Dritten ist eine stetige Qualitätsentwicklung im Bereich der Sozialen Arbeit notwendig. Insbesondere im methodischen Bereich etwa in der Beratung von Menschen gibt es noch Verbesserungspotential. Hier sind Hochschulen und Fort- und Weiterbildungseinrichtungen gefordert, ihre Curricula und Angebote dem Bedarf anzupassen.

Wo stehen wir 2030?

Wir können davon ausgehen, dass zukünftig mehr wirksame und nachhaltige Soziale Arbeit geleistet wird, nicht zuletzt durch verbesserte Arbeitsgrundlagen und Finanzierungsmodalitäten und eine Steigerung der Handlungskompetenzen des Personals. Nach der Pandemie wird es zwar kurzfristig zu Verteilungskämpfen um gesellschaftliche Ressourcen kommen, gleichzeitig wächst aber die Notwendigkeit, eine gesellschaftsstabilisierende, den Zusammenhalt stärkende Politik zu machen. Insgesamt werden soziale Berufe in ihrer materiellen und ideellen Wertigkeit eher steigen. Dazu haben jetzt schon die Erfahrungen mit Sozialer Arbeit in der Pandemie beigetragen.

Herzlichen Dank für das Interview!

Interview zur beruflichen Bildung, Qualitätsmanagement, Europa und soziale Berufe

Dr. Annett Herrmann

Annette Klede

Malte Lindenthal

Interview mit
Dr. Annett Herrmann, Stabsstelle berufliche Bildung und Qualifizierung in sozialen Berufen im Vorstandsbereich der Diakonie Deutschland,
Annette Klede, Leiterin des Diakonischen Instituts für Qualitätsentwicklung (DQE) in der Diakonie Deutschland und
Malte Lindenthal, Beauftragter der Diakonie Deutschland bei der EU, Außenstelle Brüssel

Vielen Dank, dass wir dieses Interview an diesem sonnigen Tag durchführen können.
Berufliche Bildung, Qualitätsmanagement und Europa, drei große Themenbereiche, die ich gerne auf die sozialen Berufe fokussieren möchte. Als Auftakt in die Thematik gefragt, wie zeigt sich die derzeitige Bildungslandschaft in den sozialen Berufen?

Dr. Annett Herrmann: Die Bildungslandschaft der sozialen Berufe ist vielfältig und zuweilen auch unübersichtlich. Im Grunde ließe sich von Bildungslandschaften sprechen, die je nach Handlungs- und Arbeitsfeld unterschiedlich aufgebaut und strukturiert sind. Hinzu kommt die Schwierigkeit, dass es zwar bundeseinheitliche Rahmenlehrpläne und Curricular gibt, die allerdings länderspezifisch interpretiert und ausgelegt werden können. Das hat zur Folge, dass es je nach Bundesland unterschiedliche Ausbildungswege hinsichtlich der Länge und der inhaltlichen Ausgestaltung gibt, was wiederum dazu führt, dass die Mobilität, Transparenz und Durchlässigkeit für Auszubildende erschwert wird. Hinzu kommen ebenfalls die von Bundesland zu Bundesland variierenden Personalschlüssel und die Hoheit der einzelnen Länder, gerade im Bereich der Assistenzberufe verschiedene Ausbildungsangebote aufzulegen. Beispielsweise werden aufgrund des Rechtsanspruches auf einen Kitaplatz Einbahnstraßenausbildungen im Bereich der Tageseinrichtungen für Kinder angeboten, die nur für das jeweilige Bundesland qualifizieren, in weiteren Bundesländern nicht anerkannt sind und zum Teil Auszubildende in die Irre führen, wenn eine Assistenzkraftausbildung betitelt wird als „staatlich geprüfte Fachkraft“.

Können Sie uns einen kurzen prägnanten und pointierten Einblick geben, inwieweit sich die sozialen Berufe mit Blick auf ihre Ausbildungslogik voneinander unterscheiden?

Dr. Annett Herrmann: Soziale Berufe sind nicht nur in ihrer jeweiligen Ausrichtung und bezogen auf ihre Einsatzfelder unterschiedlich, sondern auch in ihrer Ausbildungslogik. Pointiert unterscheiden sich beispielsweise die Bereiche der Tageseinrichtungen für Kinder und der Pflege, um einmal die medial und wissenschaftlich oft fokussierten Arbeitsfelder zu nennen, darin, dass die Fachkraftausbildungen in der Pflege an Pflegeschulen durchgeführt werden, die – vergleichbar mit den Fachkraftausbildungen in den kaufmännischen und produzierenden Bereichen – an berufsbildenden Schulen angeboten werden. Diese Ausbildungen wie auch die Ausbildung zur Hauswirtschafterin und zum Hauswirtschafter sind dem Qualifikationsniveau 4 des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) zugeordnet. Die Fachkraftausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin, die eine generalistische Ausbildung ist und für verschiedene Arbeitsfelder ausbildet, wird an Fachschulen für Sozialpädagogik angeboten. Diese Ausbildung ist dem Meister*innentitel gleichgestellt und mit dem Abschluss wird der Titel Bachelor professional vergeben. Die Abschlüsse staatlich anerkannte Erzieher*innen und auch staatlich anerkannte Heilerziehungspfleger*innen und Heilpädagog*innen, die an staatlich anerkannten Fachschulen angeboten werden, die wiederum dem tertiären Bildungsbereich zugehören, sind dem Qualifikationsniveau 6 im Deutschen Qualifikationsrahmen zugeordnet. Das heißt, wir haben hier einerseits Fachkräfte, die an berufsbildenden Schulen ausgebildet werden und Fachkräfte, die an Fachschulen ausbildet werden, die eine in der Regel Erstausbildung oder die Hochschulreife voraussetzen. Einen Schritt zurückgetreten haben wir berufsbildende Schulen, Fachschulen für Sozialpädagogik, Fachschulen für Heilerziehungspflege und Fachschulen für Heilpädagogik, aber auch Studiengänge an Hochschulen für angewandte Wissenschaften und Universitäten, die für die Berufe des Bildungs-, Sozial- und Gesundheitswesen ausbilden.

Wenn wir noch einen Schritt zurücktreten und den Blick auf die EU-Ebene richten, welche Themen sind auf EU-Ebene relevant für die sozialen Berufe?

Malte Lindenthal: Als erstes denke ich dabei an EU-Fördermittel für spannende innovative Projekte und an Austauschprogramme für Fachkräfte der sozialen Arbeit, zum Beispiel durch das Erasmus-Programm. Zweitens gibt es viele sozialwirtschaftliche Fragen, die soziale Berufe betreffen und die auf EU-Ebene verhandelt werden, zum Beispiel im Vergabe- oder Beihilferecht. Der bestehende EU-Rechtsrahmen erlaubt es, soziale und ökologische Aspekte bei Vergaben zu berücksichtigen. In der Praxis ist es aber leider oft so, dass gemeinnützige Anbieter, die in der Regel Löhne nach Tarifverträgen zahlen, aufgrund der höheren Kosten von Vergabeverfahren ausgeschlossen werden. Hier erwarten wir von den öffentlichen Auftraggebern, dass sie verantwortungsvoll handeln und von der Möglichkeit einer sozialen und nachhaltigen Vergabe Gebrauch machen. Das wirkt Sozialdumping entgegen. Das beste Ergebnis gibt es nicht zum Nulltarif, wenn Qualität und Nachhaltigkeit eine Rolle spielen sollen. Drittens setzen wir uns in Brüssel sozialanwaltschaftlich für Menschen ein, die sonst keine Lobby haben. So haben wir es zum Beispiel geschafft, dass EU-weit ein Rechtsanspruch auf ein Basiskonto für alle besteht. Aus der sozialen Arbeit hatten wir die Rückmeldung erhalten, dass gerade Wohnungslose und Menschen mit aufenthaltsrechtlicher Duldung keinen Zugang zu einem Zahlungskonto hatten – dies haben wir nun durch einen Rechtsanspruch gelöst.

Und wenn wir nun das Thema Qualität hinzunehmen, inwieweit macht sich das Diakonische Institut für Qualitätsentwicklung (DQE) stark für die sozialen Berufe?

Annette Klede: Das DQE arbeitet nach den diakonischen Grundsätzen auf der Basis des diakonischen Leitbildes und steht allen sozialen Einrichtungen, Verbänden und Trägern zur Verfügung, in denen soziale Berufe ausgeübt werden. Die besonderen Angebote sind die Diakonie-Siegel Bundesrahmenhandbücher. Sie sind Leitfäden für den Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems und bieten eine Grundlage für die Zertifizierung. Bundesrahmenhandbücher gibt es für verschiedene soziale Arbeitsbereiche: Pflege, KiTa, Vorsorge- und Rehabilitation für Mütter und Kinder, medizinische Rehabilitation, Suchthilfe, Migrationsfachdienste, Beratung für medizinische Vorsorge und Rehabilitation für Mütter und Väter, Schuldnerberatung, Schutz und Beratung bei häuslicher und sexualisierter Gewalt, Arbeit und soziale Integration und für Institutionen der Fort- und Weiterbildung. Die Handbücher beinhalten neben den fachspezifischen Anforderungen allgemein anerkannte Anforderungen an Qualitätsmanagementsysteme, gemäß der DIN EN ISO 9001 sowie gesetzliche und diakonie-spezifische Anforderungen. Eine Zertifizierung ist für diakonische Einrichtungen aus zweierlei Gründen sinnvoll: Zum einen geben die Bundesrahmenhandbücher Diakonie-Siegel den Einrichtungen Orientierung und helfen ihnen dabei, ihr Qualitätsmanagement zu sichern und weiterzuentwickeln. Dadurch verbessern sich auch die Prozesse und täglichen Arbeitsabläufe kontinuierlich weiter. Zum anderen wirkt eine Zertifizierung natürlich nach außen: Sie zeigt, dass die diakonischen Angebote und Leistungen bestimmte Qualitätskriterien erfüllen. Schulungen und Beratungen zur Implementierung ergänzen das Angebot des DQE.

Und wie zeigt sich aus Ihrer Sicht die Situation der sozialen Berufe?

Annette Klede: Soziale Berufe sind ein wichtiger Faktor in unser demokratischen Gesellschaft, der aber nicht ausreichend wertgeschätzt wird. Dies zeigt sich in der Zeit der Pandemie ganz besonders deutlich. Die Gestaltung von guten Rahmenbedingungen ist für eine qualitativ hochwertige soziale Arbeit eine wichtige Voraussetzung. Dabei ist es wichtig, den Bedürfnissen der Menschen, die die Leistung empfangen sowie der Menschen, die die Leistung erbringen, Rechnung zu tragen. Die Attraktivität sozialer Berufe hängt maßgeblich von guten Rahmenbedingung ab. So ist deren qualitativ hochwertige Ausgestaltung eine wichtige Aufgabe, der sich die Verantwortlichen wie Leistungsträger*innen und Leistungserbringer*innen zu stellen haben.

Wie zeigt sich aus EU-Sicht die Situation der sozialen Berufe?

Malte Lindenthal: Meine Einschätzung ist, dass wir gerade ein gutes Zeitfenster haben, um uns für Verbesserungen in den sozialen Berufen einzusetzen. Auch auf EU-Ebene haben während dieser Pandemie viele Entscheidungsträger*innen erkannt, wie wichtig die sozialen Berufe in Europa für unsere Gesellschaften sind. Ich denke, dass wir da noch Einiges anstoßen werden können, um uns für bessere EU-Fördermittel, bessere sozialwirtschaftliche und sozialanwaltschaftliche Rahmenbedingungen einzusetzen. Die politische Aufmerksamkeit für soziale Berufe ist so hoch, wie schon lange nicht mehr.

Welche Aspekte würden Sie aus Sicht der beruflichen Bildung und Qualifizierung zur Situation der sozialen Berufe betonen und worin liegen die Herausforderungen sozialer Berufe?

Dr. Annett Herrmann: In der Corona-Krise hat sich gezeigt, wie wichtig die Berufsgruppen im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sind. Über Lob und einmalige Zulagen für Pflegekräfte hinaus, hatte es bisher keine nachhaltigen politischen Folgen. Wissenschaftler*innen sprechen schon länger von einer veritablen gesellschaftlichen Krise – der Krise der Care-Arbeit. Ähnlich wie in der Umwelt- und Klimakrise zeigt sich diese darin, dass wir nicht nachhaltig mit den Ressourcen für unsere Wirtschafts- und Lebensweise umgehen. Die Corona-Pandemie hat nachdrücklich gezeigt, dass unser Sozial-, Gesundheits- und Bildungssystem so nicht krisenfest ist. Die zunehmende Erwerbstätigkeit von Frauen hat nicht dazu geführt, dass Familienarbeit geschlechtergerechter verteilt wird. Die Sorge-Arbeit, die Frauen früher vielfach geleistet haben, wird nicht adäquat durch sozialstaatliche Leistungen kompensiert. Stattdessen werden die „Nebenkosten“ unserer Wirtschafts- und Lebensweise gedrückt, was sich in Arbeitsverdichtung und der Entlohnung von Erzieher*innen, Hauswirtschafter*innen, Pflegekräften, Hebammen, Sozialarbeiter*innen, Heilerziehungspfleger*innen, Heilpädagog*innen und vielen anderen im Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen Tätigen zeigt. Die Krise der Care-Arbeit verweist auf eine sozial-, geschlechter- und migrationspolitische Schräglage. Zudem sind im Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen überproportional viele Frauen beschäftigt, die den hohen Arbeitsdruck häufig durch Teilzeittätigkeiten kompensieren, was zu einem geringen Einkommen mit Konsequenzen wie späterer Altersarmut etc. beiträgt. Das gilt insbesondere auch für Migrant*innen, die im In- und Ausland für die – unter den gegebenen Bedingungen – besonders unattraktiven Arbeitsfelder angeworben werden. Wenn ein Ausweg aus der Krise der Sorge-Arbeit gefunden werden soll, müssen ihre Qualifikationen, ihre Tätigkeiten und ihre gesellschaftliche Leistung angemessen anerkannt werden. Es bedarf transparenter und durchlässiger Bildungswege, die zu Bildungs- und Berufsbiographien führen, die gestaltbar und attraktiv sind. Es bedarf der Anerkennung von Fort- und Weiterbildungsleistungen für die Kompetenzentwicklung als auch Auf- und Durchstiegsmöglichkeiten, um die Motivation der Mitarbeitenden zu erhalten und die sozialen Berufe in ihrer Attraktivität zu stärken. Dies muss sich auch in den Arbeitsbedingungen und Löhnen niederschlagen. Dazu gehört aber auch, dass das Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen entsprechend seines notwendigen Beitrags zur Reproduktion und zum Zusammenhalt der Gesellschaft materiell ausgestattet werden muss. Dafür setzen wir uns auch in der Aktionswoche „Take care! Zur Attraktivität sozialer Berufe“ ein.

Worin liegen die Herausforderungen sozialer Berufe aus Sicht des Qualitätsmanagements?

Annette Klede: Soziale Berufe zeichnen sich dadurch aus, dass sich Menschen um Menschen kümmern, Sorge tragen, miteinander und füreinander arbeiten. In dieser Arbeit sind die Qualität der Arbeit und ein qualitativ hochwertiges Ergebnis der Arbeit aus dem Blickwinkel der beteiligten Personen besonders wichtig. Die Qualität aus dem Blickwinkel der sorgeberechtigten Personen zu erfassen, diese immer wieder in den Mittelpunkt zu stellen, wenn diese zum Beispiel nicht für sich selbst sprechen können, sei es bei Babys und Kleinkindern oder bei Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen, daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen und die richtigen Maßnahmen zu ergreifen, ist eine Herausforderung. Dieser Herausforderungen stellen sich Menschen in sozialen Berufen ganz bewusst. Qualitätsmanagement kann sie dabei unterstützen für die Bedarfe der Beteiligten abgestimmte Methoden zu finden, erfolgreich anzuwenden und umzusetzen. Eine weitere Herausforderung ist die Gestaltung der notwendigen Rahmenbedingungen für eine qualitativ hochwertige Leistungserbringung aus Sicht der Leistungsempfangenden und aus Sicht der Leistungserbringenden. Soziale Berufe für Frauen und Männer attraktiv zu gestalten, so dass die Sorgearbeit im privaten Leben sowie im professionellen Kontext paritätisch aufgeteilt wird und auch die Bezahlung keine Unterschiede mehr aufweist, ist eine weitere Herausforderung.

Worin liegen die Herausforderungen sozialer Berufe aus europäischer Sicht?

Malte Lindenthal: Aus europäischer Sicht sehe ich die Hauptherausforderung darin, dass wir die ökologische, ökonomische und soziale Transformation mit einander in Einklang bringen müssen. In Brüssel ist der sogenannte „European Green Deal“ aktuell in aller Munde. Wir müssen aber versuchen diese drei Punkte zusammenzudenken und dabei auch die sozialen Berufe mitzudenken. Wie sehen die Arbeitsplätze der Zukunft im sozialen Bereich aus? Wie schaffen wir es Fachkräfte zu gewinnen bzw. zu halten und weiterzubilden? Wie schaffen wir es bessere Arbeitsbedingungen zu bieten und gleichzeitig nachhaltig und wirtschaftlich als Sozialunternehmen zu arbeiten?

Zum Ende des Interviews würde ich Sie bitten, gerne in der Reihenfolge wie Sie vor mir sitzen, die Frage zu beantworten: Wo stehen wir 2030, also in neun Jahren?

Annett Klede: Wir sollten dem Ziel, dass Frauen und Männer gleichermaßen gerne und gerecht bezahlt in sozialen Berufen arbeiten, ein ganzes Stück nähergekommen sein. Dieses Ziel und Ergebnis in 2030 sollte mit Zahlen, Daten und Fakten verfolgt und belegt werden können.

Malte Lindenthal: Ich hoffe, dass wir bis 2030 die Arbeitsbedingungen in den sozialen Berufen nachhaltig verbessert haben und dabei gleichzeitig Soziales, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit gelernt haben zusammen zu denken.

Dr. Annett Herrmann: Wünschenswert wäre bis 2030 eine klare gesellschaftliche Anerkennung aller Berufsgruppen, die im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen tätig sind durch die Berücksichtigung ihrer Interessen auf allen politischen Ebenen. Sowie berufspolitische Vertretungen durch Expert*innen sozialer Berufe in allen maßgeblichen Organisationen und Ausschüssen der Bundesregierung, sodass soziale Berufe nicht mitgedacht, sondern mitbedacht werden. Weiter bedarf es einer gerechten Behandlung von Frauen und Männern in diesen Berufen durch eine geschlechtsunabhängige Behandlung in ihren Arbeitsverhältnissen, insbesondere hinsichtlich der Vereinbarkeit von beruflicher und familienbezogener Verantwortung sowie eine auskömmliche Bezahlung entsprechend des jeweiligen Berufsabschlusses und der entsprechenden Berufserfahrung. Lebensfreundliche und gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen, insbesondere bei Schicht- und Wochenend-Arbeit als auch Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung auf allen Qualifikationsstufen und deren Anerkennung für die weitere berufliche Laufbahn. Das wäre in neun Jahren zu schaffen.

Wir konnten die sozialen Berufe im Spektrum von beruflicher Bildung und Qualifizierung, Qualität und Qualitätsmanagement sowie Europa und europäische Rahmenbedingungen heute nur skizzieren. Meiner Meinung nach, würde sich ein vertiefender Blick lohnen. Ich hoffe, Ihre doch sehr positiven Ausblicke ins Jahr 2030 werden sich umsetzen. Ich bedanke mich ganz herzlich für das spannende Interview.